Firmenchronik

Erste Generation

Simon JARITZ gründete im Jahre 1919 die Firma S. JARITZ HOLZEXPORT mit Firmensitz in Klagenfurt, der Hauptstadt von Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten.

Firmengründer Simon Jaritz verstarb im Juli 1959 im Alter von 75 Jahren.


Firmengründer
Simon Jaritz

Zweite Generation
 

Nach dem Zweiten Weltkrieg traten die drei Söhne Johann sen., Wilhelm sen. und Erich in die Firma ein. 1956 wurde die Firma in die S. JARITZ Holzindustrie und Export OHG umgegründet.
Johann Jaritz sen. wurde Geschäftsführer und blieb es bis 1986.
Im Juli 1966 ENDETE FÜR Wilhelm Jaritz sen. DIE REISE DURCHS LEBEN.
1968 wurde die Firma in die S. JARITZ Holzindustrie und Export KG umgegründet.
KR Johann Jaritz sen. ging 1986 in Pension und sein Bruder Erich Jaritz wurde ab diesem Zeitpunkt Geschäftsführer bis zum Jahre 1997.
Im Mai 2000 LEGTE Johann Jaritz sen. DEN RECHENSTIFT DAS LETZTE MAL NIEDER.
IM fEBRUAR 2011 schloss ERICH JARITZ FÜR IMMER SEINE AUGEN.


Johann sen., Wilhelm sen. und Erich

Dritte Generation

1978 trat Johann Jaritz jun. und 1982 Wilhelm Jaritz jun. in die Firma ein und seit den achtziger Jahren führen diese beiden Herren die Bereiche Gross- und Einzelhandel.
1995 trat auch noch Martin Jaritz, Erich Jaritz jüngster Spross, in die Firma ein und übernahm schon bald danach die Leitung des Sägewerks in Ferlach.
1997 wurde die Firma neuerlich umgegründet mit dem aktuellen Firmenwortlaut S. JARITZ, Holzindustrie GmbH & Co KG.
Am 1. Juli 1997 übernahmen die drei Vettern Johann jun., Wilhelm jun. und Martin Jaritz die Geschäftsführung des gesamten Unternehmens.

Wilhelm jun.

Martin Jaritz

Johann jun.

Sägewerk in Ferlach

Im Jahr 1922 kaufte Simon Jaritz das von Hanns Huss betriebene Sägewerk vulgo Hom in Ferlach/Kärnten, Österreichs südlichster Stadt. Nadel-Rundholz wurde aus den nahegelegenen Wäldern gekauft, welches dann zu Schnittholz verarbeitet wurde. Der Hauptabnehmer war stets Italien.

Durch Einsatz eines Gatters konnte die Produktion bereits in den 1930er Jahren wesentlich gesteigert werden. Die Krise und die darauf folgenden Kriegsjahre wurden durch Umsicht und Fleiss bewältigt.


Rundholzplatz mit Sägewerksgebäude

Paketieranlage ab 1997

Schnittholzplatz

Die Aufbauarbeit nach dem Krieg wurde intensiv aufgenommen. 1954 erfolgte die Errichtung einer neuen Sägehalle sowie die Erweiterung des Rundholz- und Bretterplatzes. Das Sägewerk erfuhr einen Umbau für den Staplerbetrieb.

1959 übernahm Wilhelm sen., der zweite Sohn von Simon Jaritz, die Leitung des Sägewerks.  In diese Periode fiel die Inbetriebnahme einer Spreissel-Hackmaschine und eines Spänesilos. Gleichzeitig mit der Erneuerung  des Fuhrparks wurden die Lastwägen mit Ladekränen ausgestattet.


Kelag-Biomasseheizwerk ab 2001

Holz-Trockenkammer ab 2002

Fächersortierungsanlage ab 2005

Nach dem frühzeitigen Tod von Wilhelm im Jahre 1966 wurde sein Bruder Erich Jaritz mit der Führung des Sägewerks betraut. die weitgehende Erneuerung der maschinellen Einrichtung des Sägewerks fiel in das Jahr 1974. Ende der 1970er kam die Entrindungsanlage mit dazugehöriger Blochholzsortierung dazu, da die Entrindung fortan nicht mehr im Wald erfolgte. Um dem Markttrend Rechnung zu tragen, wurde 1988 eine Nachschnittkreissäge installiert. Schon bald wurde die manuelle Rundholzvermessung im Wald durch eine elektronische im Anschluss an die Entrindung/Kappung am Sägewerk ersetzt.

Das Rundholz aus den umliegenden Waldgebieten wird hier zu Schnittholz verarbeitet, wovon ein Teil im Klagenfurter Betrieb vermarktet wird. Der Hauptteil geht wie eh und jeh in den Export nach Italien.

Erich Jaritz trat 1997 in den Ruhestand und seither liegt die Leitung des Sägewerks in den Händen seines Sohnes Mag. Martin Jaritz. um den gestiegenen Anforderungen des italienischen Marktes zu entsprechen, wurde 1997 eine Versand-Paketieranlage errichtet sowie 2002 eine Trockenkammer gebaut, die ihre Wärme von der neuen im Jahre 2001 errichteten Kelag-Bioheizanlage bezieht. im Lohntrocknungsverfahren können auch Partien für andere Sägewerke getrocknet werden.

Im Jahr 2005 erfolgte ein weiter Schritt zu kostengünstigerem Produzieren. Eine Fächersortierungsanlage mit Stapelautomatik zum Auflatten wurde im Herbst 2005 installiert und in Betrieb genommen.

ZUM JAHRESENDE 2011 WURDE DAS SÄGEWERK AUFGRUND DER ABSATZKRISE AM ITALIENISCHEN MARKT GESCHLOSSEN. Die firma bedankt sich bei Ihren Kunden.

 


GF Mag. Martin Jaritz

Geschichte der Müllneritschhube in Klagenfurt

EZ 39 Josef Swetina, Müllneritschhube samt Mauthaus, Rosentaler Straße 167

Bis zur Grundentlastung war der Müllneritsch Untertan des Bürgerspital-Dominiums. Der letzte Besitzer, der sich noch einen Obereigentümer gefallen lassen musste, war Josef Kuchling. Im Grundbuch des Bürgerspitals hatte er die Urbar-Nr. 1. Er muss zur Jahrhundertmitte gestorben sein, denn die Realität erbte der noch minderjährige Sohn Simon. Dieser verkaufte den Besitz und eine Mooswiese 1861 an den Pächter Josef Swetina um 6300 Gulden. Geld bekam er allerdings keines, denn er hatte Schulden in etwa dieser Höhe. Zu den übergebenen Fahrnissen gehörten eine Arl, eine Egge, ein Dengelstock mit Sense und eine Windmühle. (Zl. 10.529/1861, Fasz. 77, Nr. 91.)

Unter dem Titel der väterlichen Schenkung übergab der neue Eigentümer 1884 die Realität mit dem Mauthaus seinem Sohn Felix Svetina. Ob der darüber sehr glücklich war, mag dahingestellt bleiben, denn er hatte Schulden und Verpflichtungen in Höhe von 4545 Gulden zu übernehmen und obendrein das Auszügler-Ehepaar zu versorgen. (Zl. 9471/1886, Fasz. 247.)

Felix Svetina bestimmte seine Frau Josefine geb. Kirschner zur Alleinerbin, sie kam 1906 als Witwe ins Grundbuch. Der Besitz bestand aus der Hube, dem Mauthaus, der Kramerkeusche (EZ 38) und der Lercherwiese (EZ 98). (Zl. 472/1906.)

Josefine verwaltete die Hinterlassenschaft bis in die 1920er Jahre, verkaufte sie dann aber während der Inflationszeit 1924 dem Rechberger Kaufmann Paul Kapus um 350,000.000 Kronen (14.400 Kronen waren eine Goldkrone). Sie muß eine beinharte Verhandlerin gewesen sein, denn sie bekam obendrein eine Wohnung, jährlich ein kleineres Schwein, 200 Kilo Weizenmehl, 300 Kilo Kartoffeln, 5 Kilo Bohnenkaffee, 5 Liter Rum, wöchentlich 1 Kilo Rindfleisch, täglich 1 Liter Milch und anderes mehr. (Zl. 2028/1924.)

1935 kam die Müllneritsch-Realität unter den Hammer. Im Februar wurde zunächst ein Ausgleichsverfahren eröffnet und einen Monat später der Konkurs, Bei der Versteigerung ging der Zuschlag an Enrico, Carlo und Luciano del Torso und Michael Aichholzer. Im Grundbuch scheinen erstere mit den deutschen Vornamen Heinrich, Karl und Luzian auf. Aichholzer gab seine Anteile 1937 ab.

1955 ging die Liegenschaft  mit dem del-Torso-Sägewerk im Kaufwege ins Eigentum der Fa. S. Jaritz, Holzindustrie und Export OHG, über. (Zl. 2313/1957.)

Betrieb und Firmensitz in Klagenfurt

Im Jahre 1955 wurde das Sägewerk Del Torso in Klagenfurt in der Rosentaler Strasse 167 gekauft. Nach Stilllegung des Sägebetriebs Anfang der sechziger Jahre nahm man den Handelsbetrieb für Tischlereibedarf auf und verlegte Ende der sechziger Jahre das Firmenbüro von der Bahnhofstraße 47 auf das neue Betriebsareal.

Die Sägehalle erfuhr im Jahre 1968 eine adaptierung und man richtete eine Produktionsstätte für die Fertigung von Innentüren ein. Zu Beginn der siebziger Jahre wurden auch eine Hobelmaschine und eine Vielblattkreissäge angeschafft, sowie eine Holztrocknungsanlage installiert. Schnittholz vom Sägewerk Ferlach wird hier weiterverarbeitet.


 GF Ing. Johann Jaritz

 GF Ing. Wilhelm Jaritz

1979  wurde die neue Verkaufshalle des Holzmarktes eröffnet.

1988 wurde eine weitere Halle zur Lagerung von Platten, Hobelware und edlen Schnitthölzern errichtet.

 

Holzmarkt

Plattenzuschnitt

Kanten-Aufleimen

Zustelldienst

2000 erweiterte man das Leistungsangebot durch Schaffung eines Kanten-Bearbeitungszentrums. Im Jahre 2001 wurde ein altes Firmen-Wohnhaus zu einem Holzlager umgebaut und generalsaniert. Für den ausrissfreien Zuschnitt beschichteter Platten komplettierte im Jahr 2002 eine Plattensäge mit Vorritzer die Installationen.

Zur Effizienzsteigerung fährt seit 2004 ein Mercedes-LKW mit grösserer Ladekapazität auf Zustell-Tour.

AUCH hier werden im laufe des jahres 2012 die tore für immer geschlossen.

© 2012 Holz Jaritz